betreten. Nur die Köpfe ihres Bruders und ihrer Cousine lugten unter der Bettdecke hervor und liefen sofort hochrot an. Auf dem Boden entdeckte sie die Kleidung der beiden. „Was ist?", fragte Toby nervös. „Störe ich?", stellte Luisa eine Gegenfrage. „Nee, nee", ergriff Lily das Wort und fing sich einen irritierten Blick von Toby ein. Luisa nickte wissend. „Nicht so wichtig. Ich geh einfach wieder raus. Weitermachen!" Vor der Tür dachte sie darüber nach, dass diese peinliche Situation auch etwas Gutes hatte: Jetzt wusste sie definitiv Bescheid. Sie lachte in sich hinein. 33. Langsam lief der Kaffee in Daniels Tasse und erfüllte die Küche mit einem angenehmen Duft, während er vor der Maschine wartete. Auf einmal mischte sich ein fruchtiger Geruch dazu und es legte ihm jemand von hinten seine Arme um den Bauch und drückte ihn an sich. Er spürte einen Kopf und Brüste in seinem Rücken, ertastete den kleinen Po der Person und stellte sich absichtlich dumm: „Julia?" „Nein, ich bin's", verriet Luisa ihm, was er eh schon längst wusste. Einen Moment lang genoss Daniel die Nähe des Teenagers, drehte sich dann aber herum, weil er ein ernstes Wort mit seiner Tochter sprechen wollte. Zuvor fiel ihm jedoch ein weiteres Mal die Schönheit ihres Körpers ins Auge, die sie inzwischen mit einem ärmellosen, weißen Top, engen schwarzen Hotpants und kurzen, dunkelgrünen Socken betonte. Er nahm ihre Hände. „Hör zu... wir hatten einen wirklich tollen Urlaub und als meine Tochter liebe ich dich über ...
alles. Es ist auch wunderschön, mit dir zusammen in einem Bett zu liegen und zu kuscheln... aber im Moment..." Nach einem kurzen Stocken setzte er neu an: „Ich weiß nicht so ganz, wie ich das sagen soll..." „...sind wir uns ein bisschen zu nah", ergänzte sie genau das, was er ausdrücken wollte. „Ich weiß." Verblüfft sah er in ihre hübschen, blauen Augen und nahm sie ganz fest in den Arm. „Du bist ein so erwachsenes Mädchen geworden", ließ er sie dabei wissen, „ich bin wahnsinnig stolz auf dich." „Ich liebe dich auch, Papa", hauchte sie ihm leise ins Ohr. 34. „Was machen wir denn jetzt...", fragte Lily Toby verzweifelt. Er versuchte, seine Cousine zu beruhigen. „Wir müssen gar nichts machen. Luisa hat sowieso schon längst was geahnt. Sie hat kein Problem damit. Und sie wird es auch nicht weitererzählen." „Sicher?" „Ganz sicher. Ihr seid nicht nur Cousinen, sondern auch Freundinnen. Und sie ist meine Schwester. Wir behalten unsere Geheimnisse für uns." Lily stieg aus dem Bett. „Ich möchte jetzt trotzdem erst mal nach Hause. Alleine." Als sie aufstand, fiel Tobys Blick wieder einmal auf ihren wunderschönen Po. Zwischen seinen Beinen regte sich etwas. „Aber es ist schon alles in Ordnung?", forschte er nach. Das süße blonde Mädchen drehte sich mit einem ernsten Gesicht zu ihm herum. „Ich weiß es nicht", gestand sie, „ich muss darüber nachdenken." Hektisch zog sie sich an. 35. Nervös wanderte Julia vor der Wohnungstür auf und ab. Ehrlichkeit war für sie immer einer der Grundsätze ...