Brooklyner Brownstones stob das Stimmengewirr herumalbernder Teenager herein. Sie entließ einen seichten Seufzer aus ihren Lungen und fasste den vollen Reisekoffer ins Auge, der neben ihr offen auf dem Bett lag. Sich aufrichtend langte sie unter einen schweren Stapel sorgsam zusammengelegter Hemdblusen und zerrte ihre eine Errungenschaft aus Japan hervor. Sie drehte die Flasche behutsam in ihren Händen, das Gewicht erfühlend, die Oberfläche des schön bemalten Blau-Weiß-Porzellans begutachtend. Sie kippte sie ein klein wenig und genoss das Geräusch ihres flüssigen Inhalts, der gegen die inneren Konturen des Flaschenhalses gurgelnd seine Gestalt wandelte. Mit geübter Geste umlief sie den Verschluss mit der linken Hand und machte sich auf den süßen, beißenden Geschmack gefasst.*** Am nächsten Abend stellte Aiko die leere Flasche sorgsam neben den Mülleimer.Was für eine Verschwendung, dachte sie von ihrer hübschen Form und Farbe.Wäre sie kein Geschenk von ihm, ich würde sie mit mir nehmen. Sie hielt ihr Gesicht unter den Kaltwasserhahn im Badezimmer, trocknete sich dann an einem weißen Handtuch ab, während sie sich im Spiegel betrachtete. Sie wirkte bleich, teigig irgendwie. »Aiko, wohin gehst du?«, rief ihre Mutter aus der Küche, als sie die Treppe hinab zur Haustür trottete. »Ich mache mich auf den Weg zu Hannah«, sagte sie, in ein Paar grellgelber Ballerinas schlüpfend, »ich bin zum Essen zurück, keine Sorge.« »Okay, nicht vergessen. Ich mache dir dein Lieblingsessen heute ...